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Sportwarte im Automobilsport

Die folgende Tabelle zeigt die Vielfalt der Aufgaben, die Sportwarte im Automobilsport übernehmen. Wenn Sie die weiteren Tabs in dieser Rubrik anwählen, erhalten Sie weitere Informationen zum jeweiligen Aufgabenfeld bzw. zu den Sportwartlizenzen, die in der jeweiligen Disziplin erworben werden können. Neben den Basisinformationen sind dort auch alle wichtigen Dokumente zu finden. Auch die Referenten, die für die Ausbildung zuständig sind, werden dort vorgestellt.

 

 

Übersicht: Lizenzstufen im Automobilsport

Ausbildungsgänge Rennleiter und Leiter der Streckensicherung Rennen

Rennleiter und Leiter der Streckensicherung sind zentrale Rollen im Geschehen einer Rennveranstaltung. Der Rennleiter (RL) steht vom Genehmigungsverfahren bis zur Durchführung des Events an der Spitze der Organisation. Vor Ort ist er für die reibungslose, sportlich-faire Durchführung und die Einhaltung der sportrechtlichen Bestimmungen und Reglements verantwortlich. Ihm zur Seite steht der Leiter der Streckensicherung (LS), der dafür Sorge trägt, dass die Strecke gemäß der DMSB-Streckenlizenz aufgebaut und mit den vorgeschriebenen Sportwarten und Hilfsdiensten besetzt wird. Während der Veranstaltung koordiniert er alle Sportwarte der Streckensicherung sowie die Fahrzeuge der mobilen Streckensicherung. Beide Funktionen sind damit extrem verantwortungsvoll. Entsprechend wichtig ist eine fundierte und sorgfältige Ausbildung sowie die regelmäßige Fortbildung der lizenzierten Sportwarte in diesen Funktionen. Themen sind dabei unter anderem die Vermittlung sportrechtlicher Vorschriften und Zusammenhänge, die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Funktionsträgern an der Rennstrecke oder die konkrete Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Praxis.

Um diese Funktionen ausüben zu können, ist neben der fundierten theoretischen Ausbildung der Erwerb von Praxiserfahrungen unerlässlich. Deshalb sehen die Ausbildungsrichtlinien vor, dass zunächst eine Reihe von Veranstaltungen als Anwärter absolviert werden müssen. Um die Rennleiterlizenz zu erwerben, muss zudem zuvor die Ausbildung zum Leiter der Streckensicherung absolviert worden sein. Der Einstieg in diese Funktionen ist damit das Engagement als LS-Anwärter. Details finden sich in den Ausbildungsrichtlinien für beide Funktionen.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

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Ausbildungsgänge Rennleiter Slalom

Der Rennleiter einer Automobil-Slalomveranstaltung spielt eine zentrale Rolle, denn er steht vom Genehmigungsverfahren bis zur Durchführung des Events an der Spitze der Organisation. Vor Ort ist er für die reibungslose, sportlich-faire Durchführung und die Einhaltung der sportrechtlichen Bestimmungen und Reglements, wie zum Beispiel für den Streckenaufbau des Slalomparcours, verantwortlich. Eine Besonderheit des Slalomsports ist, dass der Rennleiter zusätzlich einige Funktionen aus dem Bereich der Streckensicherung übernimmt. So ist er beispielsweise für die Einweisung und Positionierung der Sachrichter und der Sportwarte der Streckensicherung zuständig.

Entsprechend wichtig sind eine fundierte und sorgfältige Ausbildung sowie die regelmäßige Fortbildung. Themen sind dabei unter anderem die Vermittlung sportrechtlicher Vorschriften, Änderungen in den geltenden Reglements und die Schulung der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Funktionsträgern während der Veranstaltung anhand von Fallbeispielen aus der Praxis.

Um diese Funktionen ausüben zu können, ist neben einer fundierten theoretischen Ausbildung der Erwerb von Praxiserfahrungen unerlässlich. Deshalb sehen die Ausbildungsrichtlinien vor, dass zunächst eine Reihe von Veranstaltungen als Anwärter zu absolvieren sind. Diese Einsätze sollte ein erfahrener Rennleiter Slalom als Mentor koordinieren und begleiten. Details finden sich in den Ausbildungsrichtlinien für den Rennleiter Slalom.

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Ausbildungsgänge Rennleiter und Leiter der Streckensicherung Kart

Kurze Rundenzeiten, rasante Rennen und Zeitpläne, bei denen ein Rennen (Heat) das nächste jagt: Kartsport ist ein extrem schneller Sport, der rasche Reaktion, schnelle Auffassungsgabe und eine besondere Einstellung bei den verantwortlichen Sportwarten verlangt. Um diesen Anforderungen besser gerecht werden zu können, hat der DMSB eigene Ausbildungsgänge für die Leiter der Streckensicherung (LS) und die Rennleiter (RL) im Kartsport eingeführt.

Die Aus- und Fortbildung der Rennleiter und Leiter der Streckensicherung wird zum Teil gemeinsam durchgeführt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf spezifische Situationen bei Kartwettbewerben gelegt. Rennleiter und Leiter der Streckensicherung müssen lernen, mit einem breiten Spektrum von Möglichkeiten der Streckenüberwachung zu arbeiten. Auch im Kartsport haben Kameraüberwachung und die Einrichtung einer Race Control zwar partiell Einzug gehalten - dennoch müssen die Funktionäre in der Lage sein, Rennsituationen in Bruchteilen von Sekunden einschätzen zu können, wenn diese elektronischen Hilfsmittel nicht zur Verfügung stehen.

Sportwarte sind im Kartsport ganz nahe am Geschehen – dies sorgt für besondere Ansprüche an Funktionsträger, auf die in der Ausbildung besonderer Wert gelegt wird. Denn Rennleiter und der Leiter der Streckensicherung sitzen hier nicht in der „schützenden Anonymität“ einer schwer zugänglichen Race Control. Ihr Handeln und Ihre Entscheidungen müssen unmittelbar nachvollziehbar sein und von den Beteiligten oder Betroffenen sozusagen „Auge in Auge“ akzeptiert werden. Zudem sind die meisten Klassen im Kartsport Kindern oder Jugendlichen vorbehalten, was ebenfalls mit besonderen Anforderungen verbunden ist. Doch nicht nur für die Fahrer sind Kartrennen die „Schule des Automobilsports“: Auch für die Sportwarte steht der Einsatz im Kartsport häufig am Anfang ihrer Karriere als Funktionär.

Wer diese Funktionen im Kartsport ausüben will, muss über eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung verfügen. Deshalb sieht die Ausbildungsrichtlinie auch vor, dass Kandidaten zunächst als Sportwart der Streckensicherung im Kartsport tätig sind und danach als Anwärter zum LS eingesetzt werden. Die Rennleiterlizenz kann erwerben, wer zuvor die Ausbildung zum Leiter Streckensicherung (Kart oder Rennen) absolviert hat. Details finden sich in den Ausbildungsrichtlinien für beide Funktionen.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Horst Seidel

    Horst Seidel

    Seminarleiter

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Ausbildungsgänge Rallyeleiter und Leiter der Streckensicherung Rallye

Automobil-Rallyes sind Wettbewerbe, die durch den öffentlichen Raum führen: Die Verbindungsetappen führen durch den Straßenverkehr, die Bestzeiten werden auf (abgesperrten) Straßen, Schotterwegen und ähnlichen, als Wertungsprüfung (WP) geeigneten Abschnitten ausgefahren. Durch diese besondere Struktur der Veranstaltung hat der Rallyesport ganz eigene Anforderungen, die von den Organisatoren besondere Qualifikationen verlangen.

Der Rallyeleiter (RyL) ist der Kopf einer Rallyeveranstaltung. Den Bereich Sicherheit delegiert er dabei an den Leiter der Streckensicherung (LS). Das Aufgabengebiet des Rallyeleiters umfasst den ganzen Bereich des behördlichen sowie sportrechtlichen Genehmigungsverfahrens. In der Vorbereitungsphase und während der Veranstaltung arbeiten der Rallyeleiter und der Leiter der Streckensicherung als Team, wobei der Rallyeleiter bei Entscheidungen das letzte Wort hat. Das bedingt für den Rallyeleiter – ebenso wie für den Leiter der Streckensicherung – Sicherheit in der Anwendung des geltenden Reglements, der sportrechtlichen Bestimmungen und Umsetzung der geltenden Sicherheitsvorschriften. Um diese Funktionen qualifiziert ausüben zu können, ist deshalb eine fundierte Ausbildung und permanente Weiterbildung unverzichtbar.

Vermittelt wird das nötige Wissen in den Lehrgängen und Weiterbildungen der DMSB Academy in der Theorie und anhand von Fallbeispielen. Vor den Lehrgängen steht zudem ein Ausbildungsprogramm. Der Weg zum Rallyeleiter führt dabei über die Ausbildung zum Leiter der Streckensicherung. Der Leiter der Streckensicherung muss als Anwärter bei Veranstaltungen eingebunden und vor Ort sein, um dort praxisbezogenes Wissen zu erwerben. Erst nach bestandener Prüfung zum Leiter der Streckensicherung geht der Weg weiter über Einsätze bei Veranstaltungen, um letztendlich zur Rallyeleiter-Prüfung zugelassen zu werden. Die Ausbildungsrichtlinien beschreiben den Weg für beide Funktionen im Detail.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Wolfgang Gastorfer

    Wolfgang Gastorfer

    Seminarleiter

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Ausbildungsgänge Sportwart Dragster

Das aus den USA stammende Drag Racing ist eine spektakuläre Disziplin, die in Deutschland nicht häufig zu erleben ist. Doch wer einmal bei diesen Beschleunigungsrennen zu Gast war, der kommt in der Regel wieder – denn das Spektakel auf der „Drag Strip“ genannten Strecke ist groß. Für den sportlich-fairen und sicheren Ablauf unerlässlich sind Rennleiter (RL), Zeitnehmer (ZN), Starter (ST) und der Leiter der Streckensicherung (LS), für deren Aus- und Fortbildung die DMSB Academy eigene Lehrveranstaltungen eingerichtet hat, die sie auf ihre Aufgaben vorbereiten.

Der Rennleiter hat die Gesamtverantwortung der Veranstaltung vom Zeitpunkt der Anmeldung bis zur Durchführung. Für den Aufbau der Strecke gemäß den Vorgaben der DMSB-Streckenlizenz ist der Leiter der Streckensicherung zuständig. Er steuert während der Veranstaltung die eingesetzten Streckenposten sowie den Einsatz von Rettungskräften. Der Zeitnehmer ist für den genauen Aufbau der Zeitnahme-Lichtschranken, die Bedienung des Zeitnahmecomputers, sowie für die korrekte Erstellung und Ausgabe von Qualifikationslisten und Flowcharts verantwortlich. Der Starter steuert den gesamten Vorstartablauf und schaltet die Startampel. Die Technischen Kommissare überprüfen die Fahrzeuge der Teilnehmer auf Konformität mit dem technischen Reglement sowie die Sicherheitsausrüstung der Fahrer.

Die einzelnen Funktionäre müssen sich in Theorie und Praxis qualifiziert haben, um ihre Positionen ausüben zu können. Details hierzu finden sich in der gemeinsamen Ausbildungsrichtlinie für Rennleiter, Leiter der Streckensicherung, Zeitnehmer, Technische Kommissare und Starter im Dragstersport.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Manfred Kometz

    Manfred Kometz

    Seminarleiter

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Ausbildung für Technische Kommissare im Kartsport

Technische Kommissare (TK) überwachen und kontrollieren im Kartsport die Einhaltung der technischen Vorschriften. Der ordnungsgemäße, harmonische und faire Verlauf einer Veranstaltung sind entscheidend von ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Sorgfalt abhängig.

Entsprechend ihrer Tätigkeit ist die Voraussetzung für den Einsatz als Technischer Kommissar im Kartsport eine fundierte berufliche Qualifikation – etwa als Kfz-Mechaniker bzw. Mechatroniker. Daneben müssen Kandidaten eine bestimmte Zahl von Pflichtveranstaltungen als Anwärter absolvieren und vor der Lizenzerteilung zudem die Ausbildung in der DMSB Academy mit abschließender Prüfung durchlaufen. Nur so ist sichergestellt, dass sie mit dem notwendigen hohen Maß an Fachwissen, Idealismus, Umsicht, absoluter Neutralität und einwandfreier sportlicher Einstellung agieren. Auch nach der Lizenzprüfung sind Technische Kommissare verpflichtet, sich ständig über Neuerungen und Änderungen in der Motorsportgesetzgebung zu informieren. Hierzu sind Eigenstudium und die Teilnahme an den angebotenen Fortbildungsseminaren der DMSB Academy erforderlich. Alle Details zu Voraussetzungen, Lizenzstufen, Aus- und Fortbildungsinhalten finden sich in der Ausbildungsrichtlinie.

Technische Kommissare müssen nicht nur solide technische Kenntnisse haben, sondern auch die bestehenden Bestimmungen richtig anwenden, klare Entscheidungen treffen und sie begründen können. Die umfassende Kenntnis des Aufgabengebietes ist hierfür eine unerlässliche Voraussetzung. Schon im Vorfeld einer Veranstaltung kann ein Technischer Kommissar vom Veranstalter hinzugezogen werden – etwa wenn es um die Erstellung des Zeitplans geht. Auch bei der Auswahl von Hilfskräften (etwa für die Reifenmarkierung), Messgeräten (Leistungsprüfstand, Waage, Geräuschmessgerät etc.) und der Gestaltung des Abnahmeplatzes unterstützen Technische Kommissare die Veranstalter bereits im Vorfeld.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Christoph Ihm

    Christoph Ihm

    Seminarleiter

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Ausbildung Technische Kommissare und DMSB-Sachverständige

Technische Kommissare (TK) wachen über die Einhaltung der technischen Vorschriften im Automobilsport. Ihnen kommt damit eine wichtige überwachende und kontrollierende Funktion zu. Der ordnungsgemäße, harmonische und faire Verlauf einer Veranstaltung sind entscheidend von ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrer Sorgfalt abhängig.

Entsprechend ihrer Tätigkeit ist die Voraussetzung für den Einsatz als Technische Kommissare eine fundierte berufliche Qualifikation – etwa als Kfz-Mechaniker bzw. Mechatroniker. Daneben müssen Kandidaten eine bestimmte Zahl von Pflichtveranstaltungen als Anwärter absolvieren und zudem die Ausbildung in der DMSB Academy durchlaufen. Nur so ist sichergestellt, dass sie mit dem notwendigen hohen Maß an Fachwissen, Idealismus, Umsicht, absoluter Neutralität und einwandfreier sportlicher Einstellung agieren. Besondere Regeln gelten zudem im historischen Motorsport, in dem die aktive Würdigung der Automobilgeschichte ein wichtiger Aspekt ist. Hier wird eine besondere Hingabe zu den Fahrzeugen und ihrer Historie vorausgesetzt.

Technische Kommissare müssen nicht nur solide technische Kenntnisse haben, sondern auch die bestehenden Bestimmungen richtig anwenden, klare Entscheidungen treffen und sie begründen können. Die umfassende Kenntnis des Aufgabengebietes ist hierfür eine unerlässliche Voraussetzung. Schon im Vorfeld einer Veranstaltung kann ein Technischer Kommissar vom Veranstalter hinzugezogen werden – etwa wenn es um die Einteilung von Gruppen und Klassen, Fahrzeugumstufungen oder die Erstellung des Zeitplans geht. Auch bei der Auswahl von Hilfskräften (etwa für die Reifenmarkierung), Messgeräten (Leistungsprüfstand, Waage, Geräuschmessgerät etc.) und der Gestaltung des Abnahmeplatzes unterstützen Technische Kommissare die Veranstalter bereits im Vorfeld.

Die umfangreichen und bedeutungsvollen Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten von Technischen Kommissaren setzen voraus, dass diese sowohl die grundsätzlich vorgeschriebene berufliche Ausbildung im Bereich der Kfz-Technik als auch eine gewisse motorsportliche Erfahrung mitbringen. Auch nach der Lizenzprüfung sind Technische Kommissare verpflichtet, sich ständig über Neuerungen und Änderungen in der Motorsportgesetzgebung zu informieren. Hierzu sind Eigenstudium und die Teilnahme an den angebotenen Fortbildungsseminaren der DMSB Academy erforderlich. Alle Details zu Voraussetzungen, Lizenzstufen, Aus- und Fortbildungsinhalten finden sich in der Ausbildungsrichtlinie.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Dieter Fürst

    Dieter Fürst

    Seminarleiter
  •  Kai Zimmermann

    Kai Zimmermann

    Seminarleiter

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Ausbildungsgänge für Sportkommissare

Sportkommissare sind das Entscheidungsgremium des DMSB bei Motorsportveranstaltungen vor Ort. Alle Fakten, die den Teilnehmern oder den Sportwarten des Veranstalters nicht klar geregelt erscheinen, können die Sportkommissare im Interesse des Automobilsports und unter Einhaltung der gültigen Bestimmungen unmittelbar regeln. Das Internationale Sportgesetz der FIA definiert es so: „Die Sportkommissare haben die unumschränkte Vollmacht, die Beachtung des Sportgesetzes, der Nationalen Reglements, der Bestimmungen der Ausschreibung und der offiziellen Programme durchzusetzen.“ Mit anderen Worten: Für den Einsatz als Sportkommissar müssen die Bewerber über umfassende Kenntnisse, hohe Entscheidungskompetenz und eine geeignete Persönlichkeit verfügen – denn sie tragen bei Veranstaltungen mitunter eine große Last.

Sportkommissare entscheiden über eingelegte Proteste der Bewerber in erster Instanz. Sie dürfen die Entscheidungen des Rennleiters überprüfen und sollen, wenn diese nur unzulänglich die Regularien respektieren, korrigierend eingreifen. Bei nachgewiesenen Verstößen dürfen sie obendrein Strafen verhängen und dürfen dabei auch von den eigentlich dem Rennleiter vorbehaltenen Wertungsstrafen Gebrauch machen. Aber auch weitere Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung: Geldstrafen, Nichtzulassungen zum Start oder gar der Wertungsausschluss sind etwa zulässige Strafmaßnahmen im Automobilsport, um in allen Situationen einem möglichst fairen Wettbewerb den Vorrang geben zu können.

Aber Sportkommissare fungieren nicht nur als strenge Hüter des Sportgesetzes: Ebenso sollen sie eine beratende Funktion übernehmen. Es gehört zu ihren Aufgaben, unter allen Bedingungen den Überblick zu behalten, um möglichst von vornherein Situationen zu vermeiden, die dem Automobilsport schaden könnten. Gerade dabei ist die konstruktive Zusammenarbeit mit der Rennleitung besonders gefragt.

Die Sportkommissare sind damit die Sportwarte mit den am weitesten reichenden Befugnissen im Rahmen einer Rennveranstaltung. Sie sind in einem Gremium von zumeist drei Kollegen tätig, von denen einer als Vorsitzender fungiert.

Um diese weitreichenden Aufgaben gut erfüllen zu können, absolvieren Sportkommissare eine mehrstufige Ausbildung (Anwärter, Sportkommissar Stufe B, Sportkommissar Stufe A) und müssen darüber hinaus durch zahlreiche Einsätze Erfahrungen sammeln. Die DMSB Academy bietet neben diesen Ausbildungsetappen auch ein jährliches Seminar für international eingesetzte Sportkommissare in englischer Sprache an: Ein unumgängliches Muss in einer sich globalisierenden Welt des Automobilsports mit Rennserien mit immer mehr internationaler Beteiligung.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Horst Seidel

    Horst Seidel

    Seminarleiter

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Weiterbildung für Rennsekretäre

Der Rennsekretär ist die rechte Hand des Rennleiters. In seiner Bedeutung für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung hat er einen ähnlich hohen Stellenwert wie der Leiter der Streckensicherung. Während dieser für die Abläufe auf der Rennstrecke zuständig ist, unterstützt der Rennsekretär den Rennleiter im administrativen Bereich. Das Internationale Sportgesetz der FIA definiert es so: „Der Sekretär der Veranstaltung ist für die sachliche Organisation der Veranstaltung und die hierauf bezüglichen Bekanntmachungen sowie für alle Überprüfungen der Dokumente der Bewerber und Fahrer verantwortlich. Er muss sich vergewissern, dass die verschiedenen Sportwarte mit den Pflichten ihrer Ämter vertraut und mit der nötigen Ausrüstung versehen sind. Er unterstützt, falls erforderlich, den Rennleiter bei der Vorbereitung der Schlussberichte für die einzelnen Wettbewerbe.“

Viele Aufgaben hat der Rennsekretär bereits im Vorfeld einer Veranstaltung zu regeln: Bei der Erstellung der Ausschreibung, den behördlichen Genehmigungsverfahren und der Abwicklung des Schriftverkehrs ist er der engste Vertraute des Rennleiters. Auch im Rahmen der Veranstaltung arbeitet er mit dem Rennleiter eng zusammen und ist meist für das Rennbüro verantwortlich. Darüber hinaus ist er die personelle Verbindung zwischen Rennleiter und Sportkommissaren, Bewerbern und Fahrern.

Auch nach der Veranstaltung ist die Arbeit des Rennsekretärs noch nicht getan: Er erstellt die Veranstalter- und Schlussberichte und sendet diese an die entsprechenden Stellen. Auch die gegebenenfalls notwendige Bearbeitung von Unfallberichten kann zu seinem Aufgabengebiet gehören.

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Die Referenten für diese Weiterbildung

  •  Gabriele Meitzner

    Gabriele Meitzner

    Seminarleiter

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Weiterbildung für Rallyesekretäre

Neben dem Rallyeleiter spielt der Rallyesekretär eine zentrale Rolle im Geschehen einer Rallyeveranstaltung. Der Sekretär der Veranstaltung ist für die sachliche Organisation der Veranstaltung und die Veröffentlichung von Bekanntmachungen, die Nennliste sowie für alle Überprüfungen der Dokumente der Bewerber und Fahrer verantwortlich.

Der Rallyesekretär steht dem Rallyeleiter vom Genehmigungsverfahren bis zur Durchführung des Events an der Spitze der Organisation zur Seite. Vor Ort ist er für die reibungslose Durchführung und die Einhaltung der formalen Bestimmungen und Genehmigungsauflagen mit verantwortlich. Er unterstützt den Rallyeleiter und trägt dafür Sorge, dass die Teilnehmer und Sportwarte mit den notwendigen Unterlagen und Informationen versehen werden. Während der Veranstaltung koordiniert er die Besetzung der Organisationsbereiche sowie Vollständigkeit der Aushänge.

Diese Funktion des Rallyesekretärs ist damit sehr verantwortungsvoll. Entsprechend wichtig ist eine fundierte und sorgfältige Ausbildung von erfahrenen Sportwarten bei Rallyeveranstaltungen sowie die regelmäßige Weiterbildungen in dieser Funktion. Themen sind dabei unter anderem die sportrechtlichen Vorschriften und Zusammenhänge, die effiziente Zusammenarbeit mit den verschiedenen Funktionsträgern der Veranstaltung und die konkrete Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Praxis. Deshalb sehen die Ausbildungsrichtlinien vor, dass im Rahmen der Weiterbildungen die in der Praxis bei Veranstaltungen erworbenen Fähigkeiten durch eine fundierte theoretische Ausbildung sowie durch Tipps und Praxisfälle untermauert werden.

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Die Referenten für diese Weiterbildung

  •  Ralph Leistenschneider

    Ralph Leistenschneider

    Seminarleiter

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Ausbildungsgänge für Zeitnehmer

Zeitnahmekommissare (ZK) sind bei Motorsportveranstaltungen für die korrekte Ermittlung der von den Teilnehmern erzielten Zeiten, von zurückgelegten Runden und weiteren als Wertungsgrundlage dienenden Kriterien zuständig. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Rennleiter (bzw. speziell im Automobilsport auch dem Rallyeleiter) sowie mit der Dokumentenabnahme der jeweiligen Veranstaltung gehört dabei zu seinem Aufgabenspektrum.

Die Ermittlung der Zeiten erfolgt dabei auf unterschiedlichste Arten, die durch die spezifischen Besonderheiten der Disziplin und den jeweils gültigen Reglements vorgegeben werden. So gelten zum Beispiel bei Rundstreckenrennen verschiedene Wertungsmodi für Automobile und Motorräder. Bei Rallyes fließen Bordkarten und einzuhaltende Zeitvorgaben zwischen Zeitkontrollen mit in die zeitlichen Wertungen ein. Bei Slaloms sind Zeitstrafen wegen Fehlern mit zu verarbeiten. Unterstützt werden  Zeitnehmer immer stärker durch den Einsatz moderner Zeitmess-Technik und IT-Systeme. Deshalb spielt auch Technik- und EDV-Verständnis im Anforderungsprofil für Zeitnahme-Kommissare eine wichtige Rolle.

Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sind Zeitnahme-Kommissare zu unbedingter Genauigkeit und Neutralität verpflichtet, damit die Ergebnisse korrekt erstellt und die richtigen Teilnehmer als Sieger geehrt werden können. Zeitnahme-Kommissare können aufgrund ihrer universellen Ausbildung sowohl im Automobil- als auch im Motorradsport tätig werden und müssen deshalb in beiden Bereichen umfangreiche Kenntnisse der Zeitnahme- und Wertungsmodalitäten besitzen.

Die Ausbildung zum Zeitnahme-Kommissar sollte immer durch einen erfahrenen Kollegen aus dem näheren Umfeld stattfinden und eng begleitet werden. Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung sind mehrere praxisorientierte Anwärter-Einsätze in unterschiedlichen Bereichen. In der Prüfung werden die mittlerweile überwiegend elektronisch unterstützten Zeitnahme- und Auswertungsmethoden im manuellen Modus abgefragt, sodass die Zeitnahme-Kommissare auch bei Technikpannen in der Lage sind, Ergebnisse manuell zu erstellen. Die Prüfungsbereiche und -voraussetzungen sind in den Ausbildungsrichtlinien aufgeführt.

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Die Referenten in diesem Ausbildungsgang

  •  Yasin Özer

    Yasin Özer

    Seminarleiter

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