Berg-DM: Armin Ebenhöh holt nach „Kompaktmeisterschaft“ den dritten Titel

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Nur zwei Veranstaltungen in Wertung – das war eine betont kurze Saison 2021, doch immerhin: 2021 konnten endlich wieder der Deutsche Bergmeister und die DMSB Berg-Cup-Sieger bei den Tourenwagen und Rennsportfahrzeugen gekürt werden. Denn im Vorjahr hatte es – erstmals seit 1959 –  keine Meisterschaft und damit keine Titelträger gegeben. Soweit wollten es die Mitglieder des DMSB-Fachausschuss Berg nicht wieder kommen lassen und passten das DBM-Reglement kurzfristig auf die beiden einzigen Veranstaltungen an, die zur Durchführung gelangten. Pro einzelnen Wertungsdurchgang wurden Punkte nach dem üblichen Schema vergeben und die Aktiven konnten so wenigstens eine „Kompaktmeisterschaft“ absolvieren. Fünf Resultate aus den Klassenwertungen bei einem Streichresultat wurden für die nationale Meisterschaft addiert. In den DMSB Berg-Cups zählte die Divisions-Gesamtwertungen.

Starke internationale Konkurrenz

Mit dem Osnabrücker ADAC Bergrennen im August, das nicht nur zur Berg-DM, sondern auch zum FiA International Hillclimb Cup zählte und dem grenznahen Auto-Bergrennen im oberösterreichischen St. Agahta Ende September trafen die DM-Teilnehmer beide Male auf starke internationale Konkurrenz. DM-Speerspitze Alexander Hin im über 500 PS-starken Osella PA 30 Zytek V8 stand beide Male als Zweiter auf dem Podium in der den Tageswertungen und vertrat anschließend die Deutschen Farben beim FiA-Hillclimb-Masters in Portugal mit Rang 12 der Gesamtwertung bestens.

Knappe Entscheidungen

Um gerade Mal 0,2 Punkte verpasste Erwin Buck im VW Spiess Scirocco Mk1 16V ein „Full House“ und damit den Titel in der Deutschen Berg-Meisterschaft. Dafür zementierte der bereits zweifache Bergmeister Armin Ebenhöh im VW Scirocco 16V von Tuner Minichberger in St. Agatha mit seinem E1-1400-ccm-Sieg seine erneute Deutsche Berg-Meisterschaft. Hinter dem zweitplatzierten Erwin Buck rangierte schließlich Mitsubishi-Pilot Jürgen Plumm auf Platz drei. Als eigentlicher Slalomspezialist nutze Plumm die Situation, und kam so zu seinem größten Erfolg in dieser Disziplin. Mit dem Punktemaximum von 100 Zählern fuhr der Schwarzwälder Alexander Hin zum DMSB-Rennwagen-Cup-Titel und bestätigte so seinen Triumpf aus dem Jahr 2019. Die Plätze belegten Georg Lang im Tatuus Formel Renault Evo, dem so die Qualifikation fürs FiA-Masters gelang und ex-Bergmeister Frank Debruyne im Dallara F316 Formel 3. Bei den Tourenwagen setzte sich Erwin Buck mit bemerkenswerter Unterstützung der bekannten Spiess-Motorenschmiede durch und ist zweifellos der „Fahrer des Jahres“, nachdem der Schwabe zudem den privaten KW Berg-Cup gewinnen konnte. Trotz der wenigen Wertungen fiel der Abstand des Zweitplatzierten Lars Heisel im Opel Kadett C 16V mit 12 Punkten recht deutlich aus. Für den jungen Norddeutschen Hauke Weber bedeutete Rang drei im DMSB-Cup im neu angeschafften TracKing RC1-Silhouetten-Rennwagen seinen bislang größten Erfolg.

Gute Vorzeichen für 2022

Für die Saison 2022 zeichnete sich wieder ein vollerer Terminkalender ab.Elf Veranstalter haben ihre Bergrennen beim DMSB angemeldet (Stand: November 2021), und die Hoffnung ist groß, dass der Verlauf der Corona-Pandemie 2022 mehr möglich machen wird als noch in diesem Jahr. Die Organisatorenteams jedenfalls stehen in den Startlöchern, um den regulären Rennbetrieb wieder aufzunehmen. Und auch ein paar spektakuläre Fahrzeuge warten bereits darauf, die Strecken unter die Räder zu nehmen. Darunter Bernd Simon mit dem im Herbst neu angeschafften Norma M20 FC V8-Boliden oder auch Stefan Armbruster (Osella PA 30 Zytek). Sie treten beide in der Top-Kategorie E2-SC bis 3000 ccm Hubraum an.

Autor: Thomas Bubel

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