Deutschland hat bei der Team-Weltmeisterschaft im Ice-Speedway im niederländischen Heerenveen vor rund 4.000 Zuschauern die Bronzemedaille gewonnen. Entscheidenden Anteil hatte dabei Christoph Kirchner. Teamkapitän Max Niedermaier betonte: „Ich habe zwar einen Haufen Punkte beigesteuert. Aber gewonnen hat die Bronzemedaille Christoph. Denn der hat sich da hinten durchgekämpft.“
Nach der erwarteten Auftaktniederlage gegen Finnland entwickelte sich ein turbulenter Wettkampf. Im Lauf gegen Österreich wurde Kirchner in einen Sturz verwickelt. Ersatzfahrer Maximilian Niedermaier stürzte in der letzten Kurve seines Laufs gegen die Niederlande ebenfalls. Zusätzliche Unruhe brachte eine Verunreinigung des Methanols, die mehrere Läufe beeinflusste und Wiederholungen notwendig machte. Das deutsche Team blieb davon weitgehend verschont, dennoch verzögerte sich der Wettbewerb deutlich.
Kirchner meldete sich später zurück und unterstützte das Team erneut. Im entscheidenden Lauf gegen Tschechien entwickelte sich ein intensives Duell: Während Niedermaier in Führung lag, kämpfte sich Kirchner vom letzten Platz nach vorne und überholte beide tschechischen Fahrer. „In solch’ einer Situation machst du auf dem Motorrad alles rein aus Instinkt heraus und intuitiv.“
Damit sicherte sich das DMSB-Team nach einem ereignisreichen Rennwochenende die Bronzemedaille.



