Nach Langbahn-WM Vechta: Fienhage mit Chance auf Vizetitel

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Die Langbahn-Weltmeisterschaft ist nach dem WM-Final in Vechta bereits entschieden. Der neue Weltmeister steht fest. Doch dahinter hat ein nur fünf WM-Punkte auseinanderliegendes Trio noch berechtigte Chancen, hinter Mathieu Trésarrieu am letzen September-Wochenende in Roden (NED) Vizeweltmeister zu werden. Darunter ist auch DMSB-Pilot Lukas Fienhage, Weltmeister des Jahres 2020. Unglücklich endete das fünfte von sechs WM-Finals für den amtierenden Weltmeister Romano Hummel: Er verletzte sich gleich in seinem ersten Vorlauf und konnte das Rennen nicht fortsetzen.

Federn mussten in den Vorläufen alle Piloten lassen. Keiner kam mit maximaler Punktzahl durch. Während Mathieu Trésarrieu und Zach Wajtknecht mit 18 Punkten direkt ins Finale einzogen, musste Lukas Fienhage als Vorlaufdritter über den Last-Chance-Heat. Diese Aufgabe bewältigte der Lohner zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag mit Bravour. Pech hatte ein anderer, der bis dato überraschte: Daniel Spiller aus Vilsheim. Der 24-Jährige, in diesem Jahr auf der Langbahn (noch) mit einer B-Lizenz unterwegs, hatte die Veranstalter-Wildcard erhalten und zeigte, dass dies durchaus berechtigt war: Gleich seinen ersten Vorlauf – immerhin gegen Meijer, Piper, Bukhave und Wachs – konnte er gewinnen. Seine Vorläufe schloss Spiller mit neun Punkten ab – Rang acht zu diesem Zeitpunkt. Im Last-Chance-Heat stürzte er, musste für das Re-run aufs Ersatzmotorrad umsteigen. Im Consoltation-Heat hatte Spiller dann technische Probleme und fiel aus, sodass er am Ende Zehnter wurde – dennoch ein bemerkenswertes WM-Debüt.

Für einen weiteren DMSB-Piloten, der nicht im Starterfeld stand, hatte das Rennen in Vechta positive Folgen. Durch den Sieg Trésarrieus qualifizierte sich Stephan Katt, der als Nachrücker in Scheeßel schwer stürzte, praktisch automatisch für die WM 2023. Denn der 42-jährige Neuwittenbeker belegte im Juli beim WM-Challenge im französischen Marmande hinter Hummel, Trésarrieu, Shanes und Bukhave Rang fünf – und scheiterte damit nur äußerst knapp an seiner Qualifikation. Nun also ist Trésarrieu als Weltmeister für die WM 2023 gesetzt, sodass Katt nachrücken wird. Er will in jedem Fall zurückkehren: „Sobald ich wieder hundertprozentig fit bin, werde ich wieder fahren und um weitere Erfolge kämpfen.“

Ergebnis Langbahn-Final Vechta (D):
1. Zach Wajtknecht (GBR): 18 Vorlaufpunkte/ 21 WM-Punkte
2. Mathieu Trésarrieu (FRA): 18/ 19
3. Lukas Fienhage (GER): 17/ 17
4. Chris Harris (GBR): 18/ 15
5. Dave Meijerink (NED): 11/ 13
6. Stanislaw Burza (POL): 12/ 11
7. Theo Pijper (NED): 10/ 10
8. Mika Meijer (NED): 8/ 9
9. Julien Cayre (FRA): 7/ 8
10. Daniel Spiller (GER): 9/ 7
11. Jacob Bukhave (DEN): 7/ 5
12. Jake Mulford (GBR): 7/ 4
13. Hynek Stichauer (CZE): 4/ 3
14. William Kruit (NED): 2/ 2
15. Fabian Wachs (GER): 1/ 1
16. Jens Benneker (GER): 0/0
16. Romano Hummel (NED): 0/0.

Last-Chance-Heat:
1. Lukas Fienhage
2. Mika Meijerink
3. Stanislaw Burza
4. Theo Pijper
5. Daniel Spiller.

Consoltation-Heat (Plätze sechs bis zehn):
1. Stanislaw Burza
2. Theo Pijper
3. Mika Meijer
4. Julien Cayre
5. Daniel Spiller (Ausfall).

Finale:
1. Zach Wajtknecht
2. Mathieu Trésarrieu
3. Lukas Fienhage
4. Chris Harris
5. Dave Meijerink.

Langbahn-WM Stand nach 5 von 6 Finals:
1. Mathieu Trésarrieu (FRA): 97 Punkte
2. Chris Harris (GBR): 72 Punkte
3. Zach Wajtknecht (GBR): 67 Punkte
4. Lukas Fienhage (GER): 67 Punkte
5. Theo Pijper (NED): 53 Punkte
6. Romano Hummel (NED): 52 Punkte
7. Stanislaw Burza (POL): 40 Punkte
8. Jacob Bukhave (DEN): 38 Punkte
9. Hynek Stichauer (CZE): 36 Punkte
10. Kenneth Kruse Hansen (DEN): 32 Punkte
11. Mika Meijer (NED): 24 Punkte
12. Martin Malek (CZE): 20 Punkte
13. Tero Aarnio (FIN): 19 Punkte
14. Julien Cayre (FRA): 18 Punkte
15. Jörg Tebbe (GER): 15 Punkte
16. Stephan Katt (GER): 15 Punkte
17. Dave Meijerink (NED): 13 Punkte
18. James Shanes (GBR): 11 Punkte
19. Stéphane Trésarrieu (FRA): 9 Punkte
20. Daniel Spiller (GER): 7 Punkte
21. Mathias Trésarrieu (FRA): 5 Punkte
22. Jake Mulford (GBR): 4 Punkte
23. Henry van der Stehen (NED): 3 Punkte
24. William Kruit (NED): 2 Punkte
25. Fabian Wachs (GER): 2 Punkte
26. Marcin Sekulla (POL): 2 Punkte
27. Jordan Dubernard (FRA): 1 Punkte
28. Charley Powell (GBR): 1 Punkte
29. Jens Benneker (GER): 0 Punkte

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